{"id":349,"date":"2018-04-20T10:20:42","date_gmt":"2018-04-20T08:20:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cf63.de\/?p=349"},"modified":"2018-04-20T10:21:05","modified_gmt":"2018-04-20T08:21:05","slug":"wz-artikel-vom-11-04-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cf63.de\/index.php\/2018\/04\/20\/wz-artikel-vom-11-04-2018\/","title":{"rendered":"WZ Artikel vom 11.04.2018"},"content":{"rendered":"<p>Mittagessen wie bei Muttern<\/p>\n<p>Von Christiane Kathrin Dase <\/p>\n<p>Mit der Waschk\u00fcche, dem ersten Bistro auf dem Campus Fichtenhain, schlie\u00dft Nadja Esser eine Marktl\u00fccke. Die T\u00fcr \u00f6ffnet sich Montag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cf63.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/foto-waschk\u00fcche-WZ-300x179.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"179\" class=\"alignnone size-medium wp-image-350\" srcset=\"https:\/\/www.cf63.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/foto-waschk\u00fcche-WZ-300x179.png 300w, https:\/\/www.cf63.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/foto-waschk\u00fcche-WZ.png 548w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nFr\u00fcher tats\u00e4chlich ein Waschraum, heute ein Lokal, in dem um die 40 G\u00e4ste Platz finden: Betreiberin Nadja Esser will in der Waschk\u00fcche drei t\u00e4glich wechselnde Gerichte frisch kochen. Im Hintergrund unterst\u00fctzt sie unter Anderen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer R\u00fcdiger Westerheide.<\/p>\n<p>Fischeln. Wo Waschk\u00fcche dran steht, ist auch Waschk\u00fcche drin \u2013 jedenfalls erinnern die motorenbetriebene Waschmaschine aus Holz von 1936 und die eiserne Mangel, beides Original Miele, noch an die Vergangenheit der denkmalgesch\u00fctzten R\u00e4umlichkeiten: Fr\u00fcher waren das die Wasch- und Bader\u00e4ume der Rheinischen Provinzial-F\u00fcrsorgeerziehungsanstalt. Dieser Tage er\u00f6ffnet in dem kernsanierten Backsteingeb\u00e4ude im Fischelner Gewerbegebiet Campus Fichtenhain das Bistro \u201eWaschk\u00fcche\u201c \u2013 ein alter Grundriss der ehemaligen Waschr\u00e4ume aus dem Stadtarchiv ziert, auf Leinwand gezogen, die frisch gestrichene wei\u00dfe Wand.<br \/>\n\u201eDie Waschk\u00fcche soll ein Ort f\u00fcr Kommunikation und Gem\u00fctlichkeit sein, an dem es eben auch etwas Leckeres zu essen gibt.\u201c Markus Jungbluth, Eigent\u00fcmer<br \/>\nIm August 2016 haben Ursula Rieskamp und Markus Jungbluth das Haus gekauft. \u201eEs ist immer schon unser Traum gewesen, mal ein altes Haus zu sanieren\u201c, erz\u00e4hlt Jungbluth, der damals eine neue Bleibe f\u00fcr seine wachsende Software-Firma suchte und seit Oktober die R\u00e4ume im Obergeschoss beruflich nutzt. \u201eIch habe ein Faible f\u00fcr besondere Bauten. Als Arbeitsumfeld ist das ein Traum.\u201c<br \/>\nWas dem Areal im Krefelder S\u00fcden, das besonders von kreativen Dienstleistern immer mehr genutzt wird, bislang fehlt, sind Essensangebote. Kalte K\u00fcche gab\u2019s bisher f\u00fcr die gut 300 Mitarbeiter verschiedener Firmen auf dem Campus Fichtenhain \u2013 kein B\u00e4cker, kein Imbiss, kein Restaurant in Laufn\u00e4he. \u201eEs gibt schon ein, zwei Restaurants, die auch einen Lieferservice hierhin anbieten. Aber irgendwann kann man Pizza und Chinesisch nicht mehr sehen\u201c, sagt Jungbluth.<br \/>\nDas soll sich n\u00e4chsten Montag, 16. April, \u00e4ndern: Dann er\u00f6ffnet Betreiberin Nadja Esser die Waschk\u00fcche und will Hungrigen aus der Nachbarschaft drei t\u00e4glich wechselnde frischgekochte Gerichte zwischen Hausmannskost und raffinierteren Speisen anbieten: Salate, Suppen und Eint\u00f6pfe oder frische Nudelgerichte aus der hauseigenen Pastamaschine werden auf der Karte stehen. Das Credo der K\u00f6chin: regional, saisonal und frisch \u2013 \u201eeben wie mittags bei Muttern\u201c, sagt Esser, \u201eeine Dose aufmachen kann ja jeder\u201c. Deshalb bestellt die gelernte Hotelfachfrau aus Meerbusch, die zuletzt \u201ein der Bio-Branche\u201c besch\u00e4ftigt war, die Lebensmittel f\u00fcr die Waschk\u00fcche k\u00fcnftig auch beim Gem\u00fcsebauern nebenan.<br \/>\nSchnell soll\u2019s im Bistro gehen, aber bitte nicht im Kantinen-Stil \u2013 das ist sowohl der K\u00f6chin als auch Eigent\u00fcmer Jungbluth sowie Gesellschafter R\u00fcdiger Westerheide wichtig. \u201eDie Waschk\u00fcche soll ein Ort f\u00fcr Kommunikation und Gem\u00fctlichkeit sein, an dem es eben auch etwas Leckeres zu essen gibt\u201c, das ist Jungbluths Wunsch.<br \/>\nGem\u00fctlich sieht es in dem gro\u00dfen Raum mit den hohen Decken schon mal aus: Durch die gro\u00dfen Fenster mit den wei\u00dfen Holzrahmen f\u00e4llt mit etwas Gl\u00fcck nicht nur im Fr\u00fchling und Sommer genug Licht. Ansonsten sorgen viel Holz und Wei\u00df f\u00fcr Helligkeit. Zum Kontrast strahlen die gro\u00dfen Deckenleuchter aus Blech angesagten Industriecharme aus. In der Theke sind alte Dachbalken des denkmalgesch\u00fctzten Hauses verbaut.<br \/>\nDas alte Geb\u00e4ude erstrahlt nach der Kernsanierung in neuem Glanz<br \/>\nHinter dieser Wohnlichkeit steckt jede Menge Arbeit. Gut zehn bis 15 Jahre habe das Haus leergestanden, erz\u00e4hlt Ursula Rieskamp, ihr Mann und sie h\u00e4tten sich sofort in das Geb\u00e4ude verliebt. Nach dem Kauf musste im Januar vergangenen Jahres erstmal alles raus: Fu\u00dfb\u00f6den, Estrich, Putz.<br \/>\nSicher 100 Container Schutt h\u00e4tten die Bauarbeiter aus dem Geb\u00e4ude geholt \u2013 \u201edabei stand es bereits leer\u201c, erinnert sich Rieskamp. \u201eW\u00e4nde wurden eingerissen, der Keller trocken gelegt und komplett isoliert. Alle elektrischen Leitungen wurden erneuert, und wir haben jetzt Fu\u00dfbodenheizung\u201c, sagt sie.<br \/>\nWas jetzt noch fehlt? Eine sch\u00f6ne Kaffeemaschine. Denn Kaffee soll es k\u00fcnftig, genau wie deftige und s\u00fc\u00dfe Speisen, auch \u201eto go\u201c geben. Na dann, guten Appetit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittagessen wie bei Muttern Von Christiane Kathrin Dase Mit der Waschk\u00fcche, dem ersten Bistro auf dem Campus Fichtenhain, schlie\u00dft Nadja Esser eine Marktl\u00fccke. Die T\u00fcr \u00f6ffnet sich Montag. 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